Richtige Pflege für Naturlocken


Sie sind sprunghaft, eigenwillig und wer sie hat, den verbindet meist eine Art Hassliebe mit ihnen: die Rede ist von Locken! Viele Frauen sind unzufrieden mit ihrer Naturkrause und versuchen, mit Glätteeisen oder anderen Mitteln ihre Haare zu glätten. Zugegeben,  glatte und glänzende Haare sind wunderschön. Doch auch Locken können super toll aussehen - aber eben nur, wenn sie richtig gepflegt werden! Denn lockiges Haar ist äußerst pflegeintensiv und kann sehr widerspenstig sein. Darum zeigen wir euch hier ein paar einfache Tipps und Tricks, wie ihr eure Locken in Form bringen könnt. Und bald werdet ihr euch ein Leben ohne sie gar nicht mehr vorstellen können!

Locken richtig pflegen

Um zu verstehen, welche Pflege für welches Haar die Richtige ist, sollte man zunächst einen kurzen Blick auf die Haarstruktur werfen.

Lockiges Haar ist meist viel trockener und strapazierter als glattes. Der Grund: Da Locken nicht eng an der Kopfhaut anliegen, werden die Haare weniger mit dem natürlichem Talg der Schuppenschicht versorgt. Feuchtigkeit und Proteine brauchen außerdem länger, um von der Wurzel in die Spitzen zu gelangen. Das Ergebnis sind trockene Haarspitzen, die schnell strohig aussehen.

Durch diese besondere Haarstruktur ist es daher wichtig, bei Shampoo, Spülung und Co. darauf zu achten, eine reichhaltige und feuchtigkeitsspendende Variante zu wählen. Am besten startet man schon in der Dusche mit einer Pflegespülung. Anschließend sorgt ein Leave-In-Conditioner für zusätzliche Feuchtigkeit. Außerdem sollte hin und wieder eine feuchtigskeitsspendende Haarmaske verwendet werden.

Aber Vorsicht: auch lockiges Haar kann „überpflegt“ werden! Zuviel ölhaltige und nährende Kuren lagern sich ab und beschweren so die Haare nur unnötig. Dadurch verlieren sie ihre Sprungkraft  und hängen nur noch matt herunter. Optimal ist die Verwendung von Kuren und Masken ca. 3-4 mal im Monat.

Locken richtig trocknen

Um die ohnehin trockene Struktur natürlicher Locken nicht noch poröser zu machen, sollten sie nach Möglichkeit so oft wie möglich luftgetrocknet werden.  Das ist für die Haare viel schonender als die heiße Föhnluft und bewirkt außerdem eine natürlichere Lockung. Da sich besonders im Winter nicht immer auf das schnellere Trockenföhnen verzichten lässt, ist ein Diffusor-Aufsatz unerlässlich. Einfach Aufsatz auf den Föhn klemmen, die Haare auf den Diffusor  legen und auf niedriger Stufe losföhnen. Wichtig ist, den Diffusor dabei nicht hin und her zu bewegen, sondern ein paar Sekunden lang still zu halten. Der mit Luftlöchern versehene Aufsatz sorgt so dafür, dass die Luft gleichmäßig durch das Haar strömt und es dabei nicht unnötig verwuschelt.  Die Locken werden so nicht nur schonender getrocknet, sondern erhalten auch eine besonders definierte Form.

Locken richtig kämmen und stylen

Haarbürsten sind für viele Menschen mit Naturlocken ein feindlicher Begriff, weil die feinen Borsten die Haare zu sehr auffächern. Die Locken werden so herausgebürstet und zerzausen. Die richtige Wahl, um Naturlocken sanft durchzukämmen ist ein grobzinkiger Kamm wie bspw. unser Strähnenkamm. Durch die breiten Abstände zwischen den Kammzähnen werden die Haare sanft gekämmt ohne zu verknoten oder zu verwuscheln. Die Haare sollten am besten immer direkt nach dem Haarewaschen durchgekämmt werden .  

In nassem Zustand lassen sich eure Locken auch besonders sanft mit einem Entwirr-Wunder entknoten. Durch die mehrstufigen Borsten werden alle Haarpartien optimal erreicht und die flexiblen Kunststoffstifte entwirren die Haare ohne lästiges Ziepen und Reißen.  

Weiterer Tipp für Locken: Haargummis ohne Metallverschluss!  Sie sind schonender für das Haar, da sich einzelne Haare nicht im Verschluss verfangen können. So gibt es beim herausnehmen des Haargummis kein unnötiges ziepen und rausreißen. Besonders gut geeignet sind dafür unsere Anti-Ziep-Zopfhalter