Die größten Beauty-Mythen - Teil 3: Haarpflege


Im 3. Teil unserer wöchentlichen Serie, widmen wir uns diesmal Mythen rund um das Thema Haare. Mal sehen ob ihr bei den folgenden drei wieder genauso überrascht seid wie wir, dass sie gar nicht stimmen. 

 

Mythos 1: Gesundes und glänzendes Haar durch 100 Bürstenstriche am Tag

Ganz so einfach ist das leider nicht. Das mit dem Glanz ist zwar richtig, nur spricht das nicht gleich für besonders gesundes Haar. Häufiges Bürsten regt die Durchblutung der Kopfhaut und somit auch die Talgproduktion an. Das natürliche Fett wird dann beim Bürsten vom Ansatz über die Haarlängen verteilt. Das bringt das Haar zwar zum Glänzen, doch kann ein übertriebenes Anregen der Talgdrüsen auch schnell zu fettigem Haar führen. Fazit: regelmäßiges Bürsten ist wichtig, allerdings sind täglich 100 Bürstenstriche eindeutig zu viel des Guten. Besonders entscheidend ist zudem die Auswahl der richtigen Bürste: Bei schlechter Qualität werden die Haare eher beschädigt, anstatt gepflegt. Ideal sind Bürsten mit engstehenden Naturhaarborsten. Die Borsten glätten die Schuppenschicht und entfernen Schmutz und Haarschuppen. 

Mythos 2: Regelmäßiges Spitzenschneiden lässt die Haare schneller wachsen

Schön wär´s – ist aber leider falsch. Das Haareschneiden hat nämlich keinerlei Einfluss auf das Haarwachstum. Dafür verantwortlich ist einzig und allein die Haarwurzel und diese wird durch das Schneiden nicht angeregt. Allerdings wird durch regelmäßiges Schneiden Spliss vorgebeugt, wodurch das Haar gesund nachwächst und nicht so schnell abbricht. Gepflegte Spitzen können also durchaus dazu beitragen, dass die Haare voller und gesünder aussehen, wodurch sich dieser Mythos wohl auch so lange verfestigt hat

Mythos 3:  Häufiges Waschen lässt die Haare schneller nachfetten.

Auch das ist nicht mehr als ein weit verbreiteter Mythos. Fettiges Haar hängt in erster Linie von der Talgproduktion der Kopfhaut ab und diese kann wiederrum von mehreren Faktoren beeinflusst werden. Häufige Einflussfaktoren sind beispielsweise falsche Pflegeprodukte, schlechte Ernährung, hormonelle Umstellungen während der Pubertät oder einer Schwangerschaft sowie die genetische Veranlagung. Das alles kann die Talgproduktion aus dem Gleichgewicht bringen und so zu einem erhöhten Ausschuss führen. Beim Haare kämmen wird der Talg dann von der Kopfhaut in die Haare verteilt und lässt es “fettig” wirken. Mit der Häufigkeit der Haarwäsche hat das aber absolut nichts zu tun. Helfen können spezielle Pflegeprodukte wie ph-neutrale Bio-Shampoos mit Inhaltsstoffen aus Rosmarin, Salbei oder Kamille. Diese sollen den Fetthaushalt der Kopfhaut wieder ins Gleichgewicht bringen und sie beruhigen.