Die größten Beauty-Mythen - Teil 2: Körperpflege


Für unsere neue Serie haben wir uns für euch mal näher mit einigen der gängisten Beauty-Mythen auseinander gesetzt. Nachdem wir letztes Mal überraschendes über die Gesichtspflege erfahren haben, beschäftigen wir uns diese Woche mit drei Mythen rund um unseren Körper. 

 

Mythos 1: Krampfadern entstehen durch übereinander geschlagene Beine

Dieser Mythos ist weit verbreitet. Die vermeintliche Erklärung: Durch das Übereinanderschlagen werden die Venen im Unterbein abgeklemmt. Dadurch kommt es zum Blutstau und das wiederrum führt zu Krampfadern. Klingt einleuchtend? Ist aber falsch!

Die meisten Venen liegen viel zu tief, um vom Druck des Beines abgeklemmt zu werden. Zwar beginnen Krampfadern meist in den Kniekehlen, das Übereinanderschlagen der Beine hat aber trotzdem nichts damit zu tun. Die häufigste Ursache ist schlicht und einfach eine genetisch vererbliche Bindegewebsschwäche

Mythos 2: Vom Baden trocknet die Haut aus

Dieser Beauty-Mythos stammt aus vergangenen Zeiten, als die verwendete Seife die Haut noch stark angriff. Heute sind die meisten Badezusätze und Duschgels glücklicherweise bereits mit pflegenden Stoffen versehen.  Beachtet man zudem noch ein paar Grundregeln, kann man ohne Bedenken ein wöchentliches Bad genießen. Wichtig: Die Temperatur sollte nicht mehr als 38 Grad betragen und nach maximal 30 Minuten solltet ihr aus der Wanne steigen. Pflegende Badezusätze und ausgiebiges Eincremen nach dem Baden schützen eure Haut zusätzlich vor dem Austrocknen. Übrigens ist das berühmte Milchbad von Cleopatra wirklich kein Mythos – Milchsäure macht die Haut schön weich und das darin enthaltene Milchfett wirkt rückfettend. Am besten gebt ihr die Milch jedoch erst ganz zum Schluss dazu, damit sie im heißen Wasser nicht ausflockt. 

Mythos 3: Nach dem Rasieren wachsen die Haare schneller und dicker nach

Diesen Mythos hat wahrscheinlich jeder von uns schon einmal gehört – er ist aber falsch! Das Haarwachstum wird nämlich in der Wurzel gesteuert und hat überhaupt nichts mit der Haarentfernung zu tun. Auch das Haarwachstum wird nicht angeregt. Die nachwachsenden Härchen wirken nur dicker, weil sie vom Rasierer gerade und auf gleicher Länge abgeschnitten wurden. Außerdem sind Körperhaare an der Wurzel immer fester und breiter als an den Haarenden. Hinzu kommt, dass die neuen Haare anfangs dunkler sind, weil sie noch ihren vollen Melaningehalt haben und erst nach einiger Zeit beginnen auszubleichen.